Umweltverträglichkeit

Die Baustoffe aus Schlacke entsprechen den Anforderungen an die stoffliche Verwertung von mineralischen Abfällen gemäß den von der LAGA (Ländergemeinschaft Abfall) verabschiedeten technischen Regeln (Merkblatt M19 und M20). Es werden grundsätzlich die Z2 Werte für Hausmüllverbrennungsschlacken nach LAGA M19 bzw. M20 und die HMVA-2 Werte nach TL Gestein-StB 04 eingehalten.

Bis zum Inkrafttreten der Ersatzbaustoff Verordnung des Bundes sind länderspezifische Regelungen zu beachten.

Die SVB unterstützt unverbindlich und kostenfrei bei der Überprüfung der Einbauvoraussetzungen für den umweltverträglichen Einbau von Baustoffen aus SVB- Schlacke.

Rechtliche Rahmenbedingungen:

Je nach Einsatzort der Schlacke gelten andere rechtliche Vorrausetzungen:

Ab den16.Juli 2009 gilt für die Verwertung auf Deponien die Verordnung zur Vereinfachung des Deponierechtes. Die Grenzwerte für die Deponieklasse I hält die SVB Schlacke sicher ein.

Außerhalb von Deponien wie z.B. im Straßenbau, Industriebau oder Erdbau gibt es auf Bundesebene noch keine einheitliche Regelung. Zukünftig soll eine Ersatzbaustoffverordnung bundesweit den Einsatz von u.a. Hausmüllverbrennungsschlacken (HMV-Schlacken) regeln. Diese Verordnung liegt zur Zeit nur in einem ersten Arbeitsentwurf vor.

In vielen Bundesländern gelten die LAGA Merkblätter 19 bzw. 20. Diese stellen für HMV-Schlacken eine eigene Zuordnungsklasse 2 auf, entsprechend der Klasse HMVA-2 aus der TL Gestein-StB04. Diese Z 2 Werte hält die SVB Schlacke mit Ausnahme des Chlorid-Wertes gesichert ein.

Der Einbau von HMV-Schlacken ist mit definierten technischen Sicherungsmaßnahmen möglich:

a.) im Straßen- und Wegebau, bei der Anlage von befestigten Flächen in Industrie- und Gewerbegebieten (Parkplätzen, Lagerflächen) sowie sonstigen Verkehrsflächen als:

  • Tragschicht unter wasserundurchlässiger Deckschicht (Beton, Asphalt)
  • gebundene Tragschicht unter wenig durchlässiger Deckschicht.

b.) bei Erdbaumaßnahmen in hydrologisch günstigen Gebieten als:

  • Lärmschutzwall mit mineralischer Oberflächenabdichtung und darüber liegender Rekultivierungsschicht.
  • Straßendamm mit wasserundurchlässiger Fahrbahndecke und mineralischer Oberflächenabdichtung im Böschungsbereich mit darüber liegender Deckschicht.

Der Abstand zwischen Schüttkörperbasis und dem höchsten zu erwartenden Grundwasserstand soll mindestens 1 m betragen. Bei direktem Kontakt mit korrosionsanfälligen Einbauten ist ein Mindestabstand vom 50 cm einzuhalten.

Aus Gründen der Umweltvorsorge darf die HMV-Schlacke nicht eingesetzt werden:

  • im offenen Wegebau
  • unter wasserdurchlässiger Abdeckung
  • bei Grabenverfüllungen
  • in festgesetzten oder geplanten Trinkwasserschutzgebieten und Wasservorranggebieten (I-III B)
  • in Gebieten mit häufigen Überschwemmungen
  • in hydrogeologisch ungünstigen Gebiete

Die SVB unterstützt unverbindlich und kostenfrei bei der Überprüfung der Einbauvoraussetzungen.

Qualität SVB-Schlacke:

Die SVB sichert für die Qualität ihrer Schlacken die Einhaltung der Grenzwerte nach Deponieverordnung Anhang 1 Tabelle 2 Spalte 6 zu.

Auch die Z2- Grenzwerte nach LAGA M19 und M20 sowie die HMVA-2 Werte nach TL Gestein-StB04 werden mit Ausnahme des Chloridwertes von der SVB-Schlacke eingehalten.

Diese Werte werden im gesamten Umfang vierteljährlich durch Fremdüberwachungen geprüft. Monatlich werden einzelne Schlüsselparameter durch Eigenüberwachungen kontrolliert.

                                                 

                                             

                                   



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